Fett Frostig 2017

Freitag 06.01.2017

Nach einer ausgiebigen Runde Gepäck-Tetris, die von Michael erfolgreich bestritten wurde, ging es für unsere geschrumpfte Gruppe (Mario, Marie, Michael, Lukas) Richtung Ferschweiler in der Eifel.

Es geht nach Fett Frostig!

Jetzt sitzen wir hier, mit eingequetschten Füßen, blendender Laune und ebensolcher Sonne, im Auto und lassen uns von Michaels Reisekassette (ja Kassette, sowas gibt es noch) bedudeln.

Nach knapp 3 Stunden recht unbequemer Autofahrt haben wir schließlich unser verschneites Ziel in der Eifel erreicht. Der Aufbau unserer Jurte ging zum Glück wahnsinnig schnell, immerhin kamen wir erst um 15 Uhr an und waren beim Abendessen quasi fertig (natürlich war unsere Jurte die schönste auf dem Platz und keineswegs windschief).

Am schön prasselnden Lagerfeuer wärmen wir uns gerade die Hände vom Planen knüpfen. Gleich hat Mario Geburtstag, was er auch nicht müde wird zu erwähnen, er schläft zwar gerade in seinem Stuhl aber gleich werden wir ihn wecken und singen. Bis dahin wärmen wir uns weiter mit Tee und heißer Zitrone auf, es sind -12°C für die Nacht angesagt da kann das nicht schaden.

 

Samstag 07.01.2017

Mario ist dann doch noch kurz vor seinem Geburtstag aufgewacht und wir konnten für ihn singen, nach gefühlt 10 Minuten engelsgleichem Gesang konnte er dann auch sein Geschenk auspacken. Danach ging es in den Schlafsack und in eine kalte Nacht, ein Toilettengang in Unterwäsche bei -12°C gehörte natürlich dazu aber bestimmt nicht zu den angenehmsten Erfahrungen des Wochenendes.

Nach einem ausgiebigen Frühstück ging das tagfüllende Spiel los. Michael und ich sitzen grade in einer Aufenthaltsjurte und versuchen die ankommenden Teilnehmer, unserer Station entsprechend, über virtuelles Wasser aufzuklären, der Andrang ist dabei durchaus überschaubar. Bei den anderen Stationen (Angry Fish, Jutebeutel bemalen, Unterwasserquidditch etc. etc.) ist aber zum Glück mehr los.

Nachdem beim Mittagessen noch mehr für Mario gesungen wurde und er sein Essen vor purer Freude auf seiner Jacke verteilt hat, war der Andrang bei uns noch überschaubarer. Er war so überschaubar das wir uns entschieden, in unserer Jurte eine Kanne Kaffee aufzusetzen und uns ans Feuer zu setzen. Gleich gibt es Abendessen, danach einen Gottesdienst und das Nachtspiel.

Das Nachtspiel, eine Stafette mit mehreren kleinen Spielen, war für unsere Gruppe wenig erfolgreich, Marie fiel kurz vorher wegen Migräne aus, wir sitzen also beide in der Jurte und warten auf die anderen.

Mario ist gerade ins Zelt gekommen, er ist bei einem der Spiele nass geworden, bei den Temperaturen ist das eher unpraktisch und er versucht gerade sich am Feuer zu trocknen. Nun hält nur noch Michael unsere Fahne hoch, wir sind alle ziemlich erledigt und werden, wenn Michael wieder da ist, zeitig ins Bett gehen. Die nächste Nacht wird wohl wärmer werden, es sind -3°C angesagt.

 

Sonntag 08.01.2017

Heute waren nur noch Abbau und Abfahrt angesagt. Der Abbau wurde von Sonnenschein begleitet, welcher sich allerdings in Regen und den Boden in Matsch verwandelte, doch wir schafften es rechtzeitig alles einzupacken und los zu fahren. Wir kamen auch überraschender Weise gut durch und waren ca. 3 ½ Stunden später in Sinsen. Nach ein paar merkwürdigen Blicken (es endete bei unserer Ankunft gerade ein Chorkonzert), wohl wegen unseres Aussehens und wohl auch wegen des Geruchs (duschen war nun mal nicht wirklich möglich und auch der Rauch des Feuers machte es wohl nicht besser) konnten wir das Auto auspacken, das Zelt aufhängen, spülen und schließlich nach Hause gehen.

 

Das Wochenende war zwar ziemlich kalt und teilweise unangenehm doch ich denke wir hatten alle Spaß und freuen uns auf nächstes Jahr. Nur nächstes Mal vielleicht im Sommer, am Meer, in der Karibik, irgendwo, Hauptsache es ist nicht so kalt, warum muss Fett Frostig denn immer so verdammt kalt sein?

Doch bis dahin Gut Pfad!

 

 

Bilder zu diesem und weiteren Lagern und Ausflügen findet ihr in der Galerie.

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